Schaftag in Wechte

Regelmäßig im September findet in der Lengericher Bauernschaft Wechte der Schaftag Tecklenburger Land statt. Die Veranstaltung wird seit 2006 jeweils mit einem plattdeutschen Gottesdienst unter Mitwirkung des MGV Antrup in der Bodelschwinghkirche eröffnet. Anschließend ziehen die „Hauptakteure“ des Tages, die Bentheimer Landschafe mit dem Schäfer durch Wechte.

 

 

Pressespiegel Schaftag

Der neunte Schaftag Viel los in Wechte

Westfälische Nachrichten (WN) Mo., 08.09.2014,

von Katharina Stupp, Paul Meyer zu Brickwedde

 

Auch mancher Vierbeiner schaute beim Zug der Herde durch Wechte interessiert zu. Irritieren ließen sich die Schafe davon nicht. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde
 

 

Lengerich - Wenn Schaftag ist, dann ist in Wechte eine Menge los. Viele Menschen kommen in die Bauerschaft im Western Lengerichs und natürlich viele Tiere. Einige von denen gehören schließlich zu den Hauptdarstellern des Tages.

 

„Da kommen sie.“ Der kleine Junge rief die drei Worte ganz aufgeregt. Verständlich. Ist es doch der Höhepunkt eines jeden „Schaftages“, wenn Schäfer Jürgen Schienke mit Hunden, Esel und Herde die Brochterbecker Straße entlangzieht. Allerdings hatte auch die neunte Auflage der Großveranstaltung auch eine Menge abseits der Bentheimer Landschafe zu bieten. Davon überzeugten sich gestern die Besucher rund um die Bodelschwingh-Kirche und den Gasthof Prigge.

Pünktlich mit den vielen Tieren schaute gegen 11.30 Uhr auch die Sonne in Wechte vorbei. Da waren die Straßenränder bereits prall mit Gästen gefüllt. Egal ob Groß oder Klein, jeder wollte mehr als nur einen Blick auf die mähende Masse werfen. Kameras und Handys wurden gezückt, um das Ereignis im Bild festzuhalten.

Wie gut besucht der „Schaftag“ vom Start weg war, machten auch die Worte einer besorgten Mutter deutlich: „Jetzt müssen wir alle schön beieinander bleiben“, ermahnte sie ihre Familie beim Blick auf die große Gästeschar. Ein Blick auf die Kennzeichen der an den Straßenrändern und Wiesen geparkten Autos verriet, dass Bürgermeister Friedrich Prigge zu Recht in seiner kurzen Begrüßungsrede gesagt hatte, dass der „Schaftag“ viele Menschen „von nah und fern“ anziehe. Neben reichlich „ST“ war auch manch Auswärtiger zu identifizieren. „Wir sind extra aus Münster angereist“, erzählte eine Kleinfamilie.

Dabei glänzt das von einigen Vereinen und Institutionen organisierte Treiben in Lengerichs Westen – abgesehen vom Durchzug der Schafe – weniger durch das Große, Spektakuläre. Es sind die kleinen Dinge, die den Charme ausmachen, die Gespräche und Informationen, das Probieren und Über-die-Schulter-schauen, das Spielen und das Gemütliche. Kinder tobten auf der Strohburg, ritten auf Pferden und Ponys, nagelten einen Vogelkasten zusammen oder bemalten Kürbisse. Erwachsene kauften Streuobstwiesenäpfel, machten einen Abstecher zur Papier-Ausstellung, ließen sich ein Bier oder ein Stück Kuchen schmecken.

Besonders zu schätzen wussten die Besucher auch das facettenreiche Angebot an regionalen Köstlichkeiten. „Hier gibt es mehr als nur Pommes und Wurst“, freute sich eine Münsteranerin über Kürbissuppe und Streuobstwiesensaft.

Bei all dem wurde die Brochterbecker Straße auf ein paar Hundert Metern zu einer bunten Flaniermeile, auf der hier und da trotz Kehrmaschineneinsatz noch ein paar Hinterlassenschaften der Schafherde zu umgehen waren. Dass die Veranstaltung auch in diesem Jahr wieder alle Generationen ansprach, freute Elisabeth Braumann als zweite Vorsitzende des Stadtmarketingvereins „Offensive“ besonders. „Der Schaftag ist einfach eine typische Veranstaltung für die ganze Familie.“

MGV Antrup e.V.
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